Trotz guter Eckdaten bei der wirtschaftlichen Entwicklung bleibt in Berlin weiterhin eine hohe Sockelarbeitslosigkeit. Die Kompetenzen, das Wissen und die Erfahrungen vieler langzeitarbeitsloser Berlinerinnen und Berliner liegen brach.

 

 

 

 


Bei der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit muss das Problem von Sucht- und psychosozialen Problemen stärker in den Fokus gerückt werden: Wie eine aktuelle Studie zeigt, werden nur die allerwenigsten der betroffenen Dauerbezieher entsprechend betreut. Dabei wird geschätzt dass 25 % der Hartz-IV-Empfänger Schuldenprobleme haben, die wesentlich zur Entwicklung gesundheitlicher Probleme beitragen. Betroffen sind mehr als eine Million Menschen, von denen jedoch nur 34 000 eine Schuldnerberatung erhalten. Etwa 400 000 Dauerbezieher, d.h. jeder zehnte erwerbsfähige Hartz-IV-Bezieher, haben ein Suchtproblem. Eine entsprechende Beratung erhielten im Jahr 2011 allerdings nur 10 000. Ähnlich verhält es sich mit psychisch Kranken: Knapp eine Million oder 20 % der Hartz-IV-Empfänger haben psychosoziale Probleme, aber nur 19 000 von ihnen erhielten eine entsprechende Betreuung.


Quelle: SZ vom 27. Dezember 2013: http://www.sueddeutsche.de/politik/hartz-iv-arbeitslos-verschuldet-suechtig-1.1851354

Viele Betriebe klagen, dass Jugendliche heutzutage oft nicht ausbildungsreif seien. Immer mehr Firmen entscheiden sich daher dafür, sich für ältere Auszubildende zu öffnen. Zwar wurden 2011 nur 1000 der 566.000 Ausbildungsverträge mit Ü40-Azubis abgeschlossen, doch hat sich deren Zahl seit 2007 bereits verdoppelt. Häufig handelt es sich bei den älteren Auszubildenden um Frauen, die nach einer Familienpause zurück ins Berufsleben wollen. Gerade wenn sie Familie haben, reicht das übliche Azubi-Gehalt jedoch oft nicht zum Leben. Ältere Azubis können daher von den Arbeitsagenturen gefördert werden, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen gezwungen sind, den Beruf zu wechseln, im alten Beruf nicht mehr Fuß fassen können oder keinen Abschluss haben.

Quelle: http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/senior-azubis-wenn-50-jaehrige-eine-ausbildung-machen-a-940161.html

Zwei Drittel der Europäer leben in Städten. Grund genug, Städten mehr Gewicht im politischen Geschehen der EU zu geben. Ziel der am Montag und Dienstag nächster Woche stattfindenden Konferenz „CiTIEs: Cities of Tomorrow: Investing in Europe“ ist es daher, Möglichkeiten auszuloten, den Städten mehr Gehör zu verschaffen.

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36,7 Prozent der Bezieher von ALG-II sind psychisch krank - im Vergleich zu 21,8 Prozent der berufstätigen Versicherten. Dies geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sowie der Universität Halle-Wittenberg hervor.

Die Forscher weisen in der Studie auf die intensivere Förderung hin, die psychisch erkrankte Hartz-IV-Empfänger benötigen.

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Ökologische Boomtown mit globaler Strahlkraft oder Elendsmetropole – wie sieht die Zukunft der Bundeshauptstadt im Jahr 2030 aus?
Die Prognos-Studie zu den Perspektiven der Stadt im Auftrag der Berliner Bank „Eine Zukunft für Berlin“ wirft einen Blick in die Zukunft: Wie entwickelt sich die Bevölkerung, welche Lösung haben wir für eine älter werdende Gesellschaft und wo entstehen neue Arbeitsplätze?

Download der Studie: https://www.berliner-bank.de/ser-ueber_uns-zukunftsdialog.html

Die Rahmenbedingungen auf dem Ausbildungsmarkt haben sich verändert. Seit 2007 ist die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Bewerber um gut ein Viertel zurückgegangen, in den neuen Bundesländern hat sie sich halbiert. Mehr Jugendliche als bisher streben ein Studium an. In verschiedenen Branchen und Regionen besteht daher bereits ein erheblicher Bewerbermangel. Gleichzeitig haben aber zahlreiche Jugendliche Probleme, den Einstieg in Ausbildung zu finden. Zum Teil gibt es ein Ungleichgewicht zwischen den Anforderungen der Unternehmen und den Qualifikationen der Bewerber.

Quelle u. weitere Informationen: Förderdatenbank des Bundes

Deutschland streitet über den Fachkräftemangel: Existiert er oder nicht? SPIEGEL ONLINE hat Experten, alle Dax-Konzerne und die Arbeitsagentur gefragt. Die Antwort: Selbst in Regionen und Branchen, die jetzt noch verschont sind, wird es in Zukunft Probleme geben - die Politik muss umdenken.

Zum Artikel von Yasmin El-Sharif, Ole Reißmann, Christian Teevs und Jens Witte bei Spiegel Online

Deutschlandweit gibt es insgesamt sieben Millionen Menschen mit einem Minijob, knapp zwei Drittel davon sind Frauen. Diese Frauen verfügen - jüngsten Studien zu Folge - über ungenutzte Potenziale für den Arbeitsmarkt. Erlernte Berufe und Qualifikationen liegen brach.

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Deutschland hat die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa, was jedoch in erster Linie auf den demografischen Wandel und die sinkende Zahl der Jugendlichen zurückzuführen ist. Innerhalb Deutschland gibt es jedoch erhebliche Unterschiede im Anteil der arbeitslosen Jugendlichen: Während die Jugendarbeitslosenquote in Baden Württemberg und Bayern nur etwa 2,0% beträgt, ist sie in Berlin mit 13,8 % am höchsten.

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Die Bedeutung regionaler Aspekte in der europäischen Arbeitsmarktpolitik ist seit langem unumstritten. Eine zentrale Bedeutung kommt dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zu. In der laufenden ESF-Förderperiode 2007 – 2013 wird dem Faktor „Transnationalität“ eine besondere Bedeutung zugewiesen. Zur Anregung möglicher Weiterentwicklungen der bestehenden transnationalen Ansätze des ESF-OP Berlin 2007 – 2013.

Durchgeführt von der u.bus GmbH Berlin
Verfasser:
Klaus-Dieter Paul (u.bus GmbH)
Dr. Peter Wordelmann (peb) download auf ubus.net (PDF - 3MB)
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