Fachkräftesicherung und die Arbeitsmarktintegration benachteiligter Zielgruppen – diese Themen haben in Berlin höchste Relevanz. Auf der einen Seite fehlten bereits im Jahr 2014 60.000 Fachkräfte*, auf der anderen Seite lag die Arbeitslosenquote bei über 10 %. Die Lösung liegt in der besseren Nutzung der Arbeitsmarktpotentiale ebenso wie in Berlins Vielfalt und Stärke als internationale Metropole.

Statista - Arbeitslosenquote in Deutschland nach Bundesländern (lfd. aktualisiert)

 

 


Trotz Fachkräftemangel ist jeder fünfte Jugendliche in Europa arbeitslos. Wie die Potenziale der Berufsausbildung für Europas Jugend besser genutzt werden können, zeigt eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) mit Förderung der Hans-Böckler-Stiftung, der Konrad Adenauer Stiftung und der Vodafone Stiftung durchgeführt hat. Die Studie analysiert Ansätze der Berufsausbildung aus sieben Ländern und trägt Erfolgsfaktoren zusammen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/berufsausbildung-studie-wie-europa-es-besser-machen-kann-a-1058712.html

https://www.iwkoeln.de/wissenschaft/veranstaltungen/beitrag/gemeinschaftsveranstaltung-mehr-chancen-fuer-europas-jugend-der-beitrag-der-berufsausbildung-247990

Der Quartalsbericht zeigt kleines, aber stetiges Wachstum bei der Beschäftigung.

Dem aktuellen Quartalsbericht über die Beschäftigungssituation und die soziale Lage zufolge konnte bei der Beschäftigung in der EU trotz des schwachen makroökonomischen Umfelds seit Mitte 2013 ein geringer, aber beständiger Zuwachs erzielt werden.

Ein Problem bleibt die Langzeitarbeitslosigkeit und der Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren und die Gruppe der 25- bis 39-Jährigen.

Im Rahmen des Projekts Gesellschaftliche Wertschätzung von Dienstleistungen steigern! Dienstleistungsqualität – Arbeitsqualität – Zeitinnovationen wurde die Website http://www.dienstleistungsmetropole-berlin.de auf der verschiedene Expertisen zum Thema Wertschätzung von Dienstleistungen und Wettbewerbsfaktor Gute Arbeit veröffentlicht wurden. Besonderer Fokus des Projekts lag auf dem Bereich Altenpflege.

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Laut einer Studie des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik (IBUS) ist die Zahl der arbeitsmarktfernen Personen seit 2011 um über 10 % angestiegen. IBUS konstatiert eine Verfestigung der Langzeitarbeitslosigkeit trotz an sich positiver Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und fordert eine teilhabeorientierte Ausgestaltung der Arbeitsmarktpolitik.

Die Diakonie schlägt als Lösung einen Sozialen Arbeitsmarkt vor, der mittels eines Passiv-Aktiv-Transfers (PAT) finanziert werden soll.

Link zur Studie

Quelle: http://www.diakonie.de/480-000-menschen-nahezu-chancenlos-am-arbeitsmarkt-15787.html

Angesichts der aktuellen Arbeitsmarktzahlen forderte László Andor von den Mitgliedstaaten eine aktivere Arbeitsmarktpolitik und dass sie „so schnell wie möglich die europäische Jugendgarantie mit Unterstützung der EU-Fonds umsetzen“.

Quelle: http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/11782_de.htm

Pressemitteilung der EU-Kommission zur Jugendgarantie: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-12-1311_de.htm

Mehr zur Jugendgarantie im Themenbereich Arbeitsmarkt und Beschäftigung.

In ihrem Gastbeitrag in der FAZ kritisiert die Grünen-Abgeordnete Brigitte Pothmer, dass die Große Koalition keinen Richtungswechsel zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit wagt. Die geforderte Wirkungsorientierung der eingesetzten Mittel bedeute nichts anderes, als dass Jobcenter-Mitarbeiter weiter auf eine schnelle und billige, keine nachhaltige Vermittlung setzen müssen. Der Notwendigkeit passgenauer, flexibler und individueller Lösungen wird nicht ausreichend Rechnung getragen, wodurch Langzeitarbeitslose weiter abgehängt zu werden drohen. Ein Lösungsvorschlag für die individuelle Vermittlung und Schaffung von Teilhabe bietet der Soziale Arbeitsmarkt, dem in der Arbeitsmarktpolitik der Großen Koalition jedoch keine Rolle zukommt.

Die Zahl der Teilnehmer an Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung hat sich seit 2010 halbiert. Langzeitarbeitslose mit Vermittlungshemmnissen werden zwar als Zielgruppe der Arbeitsmarktpolitik erkannt, eine Umkehr des Sparkurses ist jedoch nicht ersichtlich (O-Ton Arbeitsmarkt).

Quellen:

Gastbeitrag von Brigitte Pothmer in der FAZ: „Kein Aufbruch für Abgehängte

O-Ton Arbeitsmarkt: „Koalitionsverhandlungen: Kein Sozialer Arbeitsmarkt in der Großen Koalition

 

Bei der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit muss das Problem von Sucht- und psychosozialen Problemen stärker in den Fokus gerückt werden: Wie eine aktuelle Studie zeigt, werden nur die allerwenigsten der betroffenen Dauerbezieher entsprechend betreut. Dabei wird geschätzt dass 25 % der Hartz-IV-Empfänger Schuldenprobleme haben, die wesentlich zur Entwicklung gesundheitlicher Probleme beitragen. Betroffen sind mehr als eine Million Menschen, von denen jedoch nur 34 000 eine Schuldnerberatung erhalten. Etwa 400 000 Dauerbezieher, d.h. jeder zehnte erwerbsfähige Hartz-IV-Bezieher, haben ein Suchtproblem. Eine entsprechende Beratung erhielten im Jahr 2011 allerdings nur 10 000. Ähnlich verhält es sich mit psychisch Kranken: Knapp eine Million oder 20 % der Hartz-IV-Empfänger haben psychosoziale Probleme, aber nur 19 000 von ihnen erhielten eine entsprechende Betreuung.


Quelle: SZ vom 27. Dezember 2013: http://www.sueddeutsche.de/politik/hartz-iv-arbeitslos-verschuldet-suechtig-1.1851354

Viele Betriebe klagen, dass Jugendliche heutzutage oft nicht ausbildungsreif seien. Immer mehr Firmen entscheiden sich daher dafür, sich für ältere Auszubildende zu öffnen. Zwar wurden 2011 nur 1000 der 566.000 Ausbildungsverträge mit Ü40-Azubis abgeschlossen, doch hat sich deren Zahl seit 2007 bereits verdoppelt. Häufig handelt es sich bei den älteren Auszubildenden um Frauen, die nach einer Familienpause zurück ins Berufsleben wollen. Gerade wenn sie Familie haben, reicht das übliche Azubi-Gehalt jedoch oft nicht zum Leben. Ältere Azubis können daher von den Arbeitsagenturen gefördert werden, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen gezwungen sind, den Beruf zu wechseln, im alten Beruf nicht mehr Fuß fassen können oder keinen Abschluss haben.

Quelle: http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/senior-azubis-wenn-50-jaehrige-eine-ausbildung-machen-a-940161.html

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