Ausbildung stärken – Nachwuchskräfte binden plus (AS-NBplus)

Laufzeit: 01.01.2020 bis 30.06.2021

Anlagenmechaniker*in Sanitär-, Heizung-, Klimatechnik (SHK) zählt in Berlin zu den handwerklichen Ausbildungsberufen mit der höchsten Zahl neu abgeschlossener Verträge. Dem kontinuierlichen Anstieg von Ausbildungszahlen steht jedoch eine hohe Vertragslösungsquote gegenüber. Ziel des Modellprojekts „Ausbildung stärken – Nachwuchskräfte binden plus“ (AS-NBplus) ist die Reduzierung von vorzeitigen Vertragslösungen für dieses Berufsbild. Aufbauend auf den Ergebnissen des Vorgängerprojekts „Ausbildung stärken – Nachwuchskräfte binden“ (AS-NB) in 2018/19 werden bedarfsorientierte Maßnahmen kooperativ mit den Praxisakteur*innen in Ausbildungsbetrieben, Berufsschule und überbetrieblicher Lehrlingsunterweisung entwickelt. Die im Praxistest bewährten Maßnahmen werden verallgemeinert und anderen Gewerken und/oder Regionen zur Verfügung gestellt.

Laufzeit: 01.01.2020 bis 30.06.2021

Anlagenmechaniker*in Sanitär-, Heizung-, Klimatechnik (SHK) zählt in Berlin zu den handwerklichen Ausbildungsberufen mit der höchsten Zahl neu abgeschlossener Verträge. Dem kontinuierlichen Anstieg von Ausbildungszahlen steht jedoch eine hohe Vertragslösungsquote gegenüber. Ziel des Modellprojekts „Ausbildung stärken – Nachwuchskräfte binden plus“ (AS-NBplus) ist die Reduzierung von vorzeitigen Vertragslösungen für dieses Berufsbild. Aufbauend auf den Ergebnissen des Vorgängerprojekts „Ausbildung stärken – Nachwuchskräfte binden“ (AS-NB) in 2018/19 werden bedarfsorientierte Maßnahmen kooperativ mit den Praxisakteur*innen in Ausbildungsbetrieben, Berufsschule und überbetrieblicher Lehrlingsunterweisung entwickelt. Die im Praxistest bewährten Maßnahmen werden verallgemeinert und anderen Gewerken und/oder Regionen zur Verfügung gestellt.

Projektziele

Die übergeordnete Zielsetzung des Projekts ist die mittelfristige Senkung der Vertragslösungs- bzw. Abbruchquote im Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker*in SHK. Damit verbunden sind gleichzeitig die Ziele einer Erhöhung der Ausbildungsqualität und der Fachkräftesicherung. Die Besonderheit des Projekts liegt in der Kooperation von Wissenschaft und Praxis, also in der sozialwissenschaftlichen Begleitung, Fundierung und Etablierung praxisnaher und alltagstauglicher Interventionen.

Als Interventionen gilt ein Maßnahmenpaket, das sich aus einer Broschürenreihe, Präsenzveranstaltungen und digitalen Tools zusammensetzt. In vier Ausbildungsbroschüren werden Ausbilder*innen und Ausbildungsverantwortliche über Richtlinien der Ausbildung informiert und ihnen werden Qualitätsstandards an die Hand gegeben. Die Broschüren sind thematisch kombiniert mit einem Curriculum zur (pädagogisch-didaktischen) Schulung von Ausbilder*innen der Betriebe und Workshops zu Konfliktmanagement. Auszubildende werden vor allem in ihrer Lernpraxis durch E-Learning-Angebote gefördert. Zur Unterstützung der Betriebe steht zudem ein Selbst-Test „Ausbildungsqualität“ zur Verfügung, der den Betrieben eine Selbsteinschätzung der betrieblichen Ausbildung ermöglicht und ergebnisabhängig Hinweise zu möglichen Verbesserungen enthält. Am Ende des Projekts sollen alle Einzelmaßnahmen in der Praxis erprobt, evaluiert, verbessert und – wenn möglich – in andere Bereiche transferiert sein.

Projektbausteine

Ausgangspunkt des Projekts AS-NBplus ist die Prämisse, Passungen herzustellen statt Passungen zu finden. Optimale oder gute Passungen zwischen Auszubildenden und Ausbildungsbetrieben sind angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen (z. B. Akademisierung der Berufsausbildung) kaum zu erwarten. Daher wird im Projekt nach Lösungen gesucht, Passungsverhältnisse zwischen den Ausbildungsakteur*innen herzustellen und zu verbessern. Das bedeutet einerseits das Engagement der Betriebe zu unterstützen und andererseits die Motivation der Azubis zu erhöhen.

Das Projekt verfolgt einen partizipativen und transformativen Ansatz. Praxisakteurinnen und -akteure werden von Beginn an und während des gesamten Projektes eingebunden. Die wissenschaftliche Fundierung geht also Hand in Hand mit der Berücksichtigung der Ideen und Rückmeldungen der Expert*innen der Praxis. Das Maßnahmenpaket wurde kooperativ erarbeitet, wird derzeit gemeinsam umgesetzt und Wandel der Ausbildung auf diese Weise kollektiv eingeleitet.

Auch die Evaluation der Maßnahmen folgt diesem Ansatz. Evaluation wird als durchgängiger Prozess der begleitenden Entwicklung, Bewertung und Modifizierung von Maßnahmen mittels sozialwissenschaftlicher Methoden verstanden. Dabei kommen qualitative und quantitative Methoden zum Einsatz. Der Fokus liegt darauf, dass die Adressat*innen der Maßnahmen und deren Nutzen- und Werteperspektive berücksichtigt werden.

Netzwerke und Kooperationen

Der Erfolg des Modellprojekts hängt stark vom Feedback der Handwerksbetriebe und deren Beteiligung an der Maßnahmenentwicklung und am Praxistest ab. Das Projekt baut hier auf der intensiven Rekrutierung im Vorgängerprojekt AS-NB auf. Die bestehenden Kontakte zu Betrieben werden aufrechterhalten und durch immer neue Ansprachen per Rundmail sowie die kontinuierliche Information über den Projektnewsletter „SHKperspektiven“ erweitert. Die Aktivitäten der Modellprojekte (AS-NB und AS-NBplus) resultieren sichtbar in einer stärkeren Wahrnehmung und Kooperationsbereitschaft.

Im Praxistest und der Evaluation werden die Kooperationen mit den Betrieben und Auszubildenden verstärkt werden.

Das Modellprojekt zielte auch auf die Generalisierung und den Transfer der Ergebnisse ab. Zu diesem Zweck sind Stakeholder*innen mittels eines Expertengremiums eingebunden und Netzwerke mit Ausbildungsbeschäftigten etabliert. Das Expertengremium begleitet das Projekt, steht als Beratungsinstanz zur Verfügung und übernimmt als Multiplikator die Distribution der Projektergebnisse in Handlungszusammenhänge, die sich mit ähnlichen Problemlagen konfrontiert sehen. Darüber hinaus wird eine Transfergruppe gegründet (s. Abschnitt „Verstetigung und Transfer“).

Das Projekt „Ausbildung stärken – Nachwuchskräfte binden“ (AS-NBplus) wird aus Mitteln der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gefördert.

Ergebnisse

Das Projekt ist noch nicht beendet. Konkrete Ergebnisse werden aktuell erarbeitet.

Verstetigung und Transfer

Alle im Abschnitt „Projektziele" benannten Maßnahmen werden im Rahmen des Projekts AS-NBplus evaluiert, bei Bedarf angepasst und stehen auch nach Projektende den Betrieben und Auszubildenden zur Verfügung. Durch die Beteiligung der Praxisakteurinnen und -akteure am Projekt sind die Maßnahmen nah am Berufs- und Ausbildungsalltag und haben eine hohe Akzeptanz.

Zudem werden konkrete Schritte zum Transfer der Ergebnisse in andere Gewerke und Regionen geprüft und in Kooperation mit anderen Innungen, Fachverbänden und/oder Kammern realisiert. Hierzu initiiert das Projekt eine Transfergruppe aus Mitgliedern des Expertengremiums und weiteren Bildungsakteurinnen und -akteuren für die praxis- und entscheidungsrelevante Mitarbeit..

Kontakt

Andreas Otremba
Grüntaler Straße 62
13359 Berlin
www.shk-berlin.de
Telefon: 030 49 30 03 51
Email-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Projekt-WebSite: https://www.shk-berlin.de/kompetenzzentrum/sonderprojekte/projekt-as-nb

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