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Jugend und Ausbildung

Die Fliegerwerkstatt

Die Fliegerwerkstatt ist eine Jugendeinrichtung mit technischem Schwerpunkt rund um das Thema Fliegen auf dem Gelände des ehemaligen  Flughafens Berlin-Tempelhof.

Mit über 10 % weist Berlin im Bundesvergleich eine überdurchschnittlich hohe Jugendarbeitslosenquote auf. 9,2% von allen Schulabgängern/innen der Integrierten Sekundarschulen in Berlin bleiben ohne Abschluss, bei Schüler/innen nicht-deutscher Herkunftssprachen sind es sogar 14,7%. Auf der anderen Seite besteht ein Mangel an Facharbeitskräften, und viele Ausbildungsplätze bleiben jedes Jahr unbesetzt.

Vor diesem Hintergrund ist der Zweck der Fliegerwerkstatt, junge Menschen auf dem Weg in den Beruf und ein eigenständiges Leben zu fördern. Gegründet wurde die Fliegerwerkstatt von der social return Stiftung gGmbH, die seit 03.01.2011 als gemeinnützige Organisation eingetragen ist und auf dem privaten Engagement der beiden Gesellschafter beruht. (s. auch www.socialreturn.de). Nach umfangreichen Renovierungsmaßnahmen der Hallen konnte die Fliegerwerkstatt im Oktober 2014 ihre Aktivitäten starten.

Die Fliegerwerkstatt ist eine Jugendeinrichtung mit technischem Schwerpunkt rund um das Thema Fliegen auf dem Gelände des ehemaligen  Flughafens Berlin-Tempelhof.

Mit über 10 % weist Berlin im Bundesvergleich eine überdurchschnittlich hohe Jugendarbeitslosenquote auf. 9,2% von allen Schulabgängern/innen der Integrierten Sekundarschulen in Berlin bleiben ohne Abschluss, bei Schüler/innen nicht-deutscher Herkunftssprachen sind es sogar 14,7%. Auf der anderen Seite besteht ein Mangel an Facharbeitskräften, und viele Ausbildungsplätze bleiben jedes Jahr unbesetzt.

Vor diesem Hintergrund ist der Zweck der Fliegerwerkstatt, junge Menschen auf dem Weg in den Beruf und ein eigenständiges Leben zu fördern. Gegründet wurde die Fliegerwerkstatt von der social return Stiftung gGmbH, die seit 03.01.2011 als gemeinnützige Organisation eingetragen ist und auf dem privaten Engagement der beiden Gesellschafter beruht. (s. auch www.socialreturn.de). Nach umfangreichen Renovierungsmaßnahmen der Hallen konnte die Fliegerwerkstatt im Oktober 2014 ihre Aktivitäten starten.

Der Bau des Flugsimulators

Zentrales Projekt der Fliegerwerkstatt für die kommenden Jahre wird der Bau eines Flugsimulators sein.

Beim Bau des Flugsimulators werden mehr als 20 verschiedene Berufsfelder eine Rolle spielen, wie z.B. Elektrotechnik, Metallverarbeitung, Mechanik oder Lackierung und Beschichtung. Die verschiedenen Bauphasen und Module werden soweit didaktisch heruntergebrochen, dass einzelne, für die Jugendlichen durchführbare Arbeitsschritte definiert sind. Diese Arbeitspakete werden curricular aufbereitet und sind jederzeit wiederholbar.

Die Idee, ein Gerät zu bauen, das am Ende einen echten Flug simuliert, hat große Anziehungskraft. Das Projekt soll begeistern und die Teilnehmer zum Mitmachen und Dranbleiben motivieren. Die zeitliche Dimension des Projektes lässt genügend Raum für die Entwicklung der Jugendlichen. In berufsnahen Situationen können sich die Teilnehmer ausprobieren, angstfrei und ohne Zeitdruck lernen - unterstützt von Profis aus der Wirtschaft und begleitet durch professionelle Sozialarbeiter.

Zielgruppe

Ziel dieses Projektes ist es, sozial benachteiligte Mädchen und Jungen in Berlin so zu fördern, dass sie nach einer Phase der Berufsorientierung in der Fliegerwerkstatt in die reale Berufswelt, d.h. Unternehmen aus der Luftfahrt und angrenzenden Wirtschaftszweigen, vermittelt werden können.

Das Projekt fördert in der Hauptsache junge Menschen, Jungen und Mädchen, im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, die sozial benachteiligt sind. Es richtet sich mit seinem technischen Schwerpunkt auch gezielt an Mädchen und junge Frauen. Die Einrichtung ist barrierefrei, so dass sie auch Menschen mit Behinderung zugänglich ist.

Unternehmenskooperationen

Bereits während der Bauphase des Simulators bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, unterschiedliche arbeitsspezifische Erfahrungen in kooperierenden Unternehmen im Rahmen von betrieblichen Praktika zu sammeln, die bei Eignung auch in eine Ausbildung münden können.

Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie haben diesbezügliche Kooperationsvereinbarungen mit der Fliegerwerkstatt abgeschlossen.

Damit schließ sich die Lücke zwischen Fachkräftemangel einerseits und fehlendem Wissen der Jugendlichen um Berufe und Möglichkeiten in technischen und handwerklichen Bereichen andererseits.

Unternehmen, die ihre Unterstützung zugesagt haben, sind u.a. Rolls-Royce Deutschland und AirBerlin. Sie ermöglichen auf diese Weise Einblicke in den Berufsalltag eines/r Fluggerätemechanikers/in bzw. Triebwerkmechanikers/in, stellen Praktikumsplätze bereit und kommen mit Mitarbeitern bzw. Auszubildenden zu bestimmten Projekten in die Fliegerwerkstatt.

Schulkooperationen

Ab dem Schuljahr 2015/2016 kooperiert die Werkstatt mit Sekundarschulen und einem OSZ aus Kreuzberg und Neukölln und deren Elternschaft, um Jugendliche für Technikberufe und begeistern und den Schülern der sog. Praxisklasse Perspektiven aufzuzeigen. Damit soll ein früher Einstieg in die Berufsorientierung gesichert werden. Sämtliche kooperierende Schulen verfügen über einen hohen Anteil –bis zu 90%- von Schülerinnen und Schülern mit Migrations- und Fluchthintergrund.

Im Durchschnitt werden 30 Jugendliche pro Jahr über einen Zeitraum von 2-4 Jahren in der Fliegerwerkstatt gefördert. Für den Bau des Flugsimulators bedeutet dies: Im Rahmen dieser Projektphase erhält jeder Jugendliche mindestens einmal die Möglichkeit, praktische Erfahrungen in einem Unternehmen der Luftfahrt oder angrenzenden Fachbetrieben zu sammeln. Ziel ist es, allen Jugendlichen bei entsprechender Eignung die Chance auf einen Ausbildungsplatz zu bieten.

Verstetigung und Transfer

Die Fliegerwerkstatt soll künftig als ständige Kooperationsplattform Schulen und Jugendbildungseinrichtungen zur Verfügung stehen. Über das Projekt hinaus wird der Flugsimulator Jugendlichen als 'Inkubator' für eine künftige Berufswahl in einem Unternehmen der Luftfahrtindustrie oder einem verwandten Sektor dienen. Über die Bauphase hinaus bleibt in der 'Flugphase' eine enge Verbindung zu allen an der Wartung und Instandhaltung beteiligten Unternehmen.

Das Ergebnis des Projektes wird weit über den hier beschriebenen Projektinhalt hinaus von Nutzen sein. Die regelmäßigen Wartungsarbeiten und die Nutzung des Flugsimulators bieten auch späteren Teilnehmern in der Fliegerwerkstatt die Möglichkeit, Einblick in die Technik und die Flugfähigkeit des Simulators zu bekommen und sich in den verschiedenen Arbeitsfeldern auszuprobieren. Durch die curriculare Dokumentation können die verschiedenen Arbeitsschritte und Übungseinheiten auch über das Projekt hinaus von Jugendlichen durchgeführt werden.

Fazit - Die Fliegerwerkstatt bietet:

  • Werkstatthallen mit 1400 qm, die über einen Zeitraum von mind. 10 Jahren angemietet wurden
  • zwei Vollzeitkräfte mit langjähriger Berufserfahrung in der Sozialpädagogik bzw. im Handwerk (Metall-, Holz-, Kunststoffverarbeitung)
  • Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrt auf der Basis verbindlicher Kooperationsvereinbarungen
  • verbindliche Praktikumszusagen von Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrt und angrenzenden Unternehmen für Jugendliche, die wir vermitteln
  • projektbezogene Zusammenarbeit von Ingenieuren und Auszubildenden aus kooperierenden Unternehmen mit unseren Jugendlichen in der Fliegerwerkstatt
  • Lernen und Arbeiten mit echter Hardware aus der Luftfahrt
  • Projekte mit unterschiedlicher Dauer und Komplexität
  • Modulare Arbeitspakete: von den Grundkenntnissen hin zur Spezialisierung auf bestimmte Berufsfelder
  • verlässliche Kooperationen mit Schulen
  • Berufsvorbereitung: Bewerbertraining, Übersicht über die verschiedenen Berufe in der Luft- und Raumfahrt und angrenzenden Sektoren
  • Körperlicher Ausgleich durch aktive Pausengestaltung (Mini-Soccerfeld, Basketball, Tempelhofer Feld)
  • Parcours-Training zur Körperbeherrschung, Teambildung, Grenzerfahrung und Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Kochevents für gesunde Ernährung und gemeinsames Essen in der Gruppe
  • Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, z.B. als Lernpaten für Schüler mit Deutsch- oder Matheproblemen oder als Spezialisten in technischen Projekten.

Kontakt:

social return Stiftung gGmbH
Cornelia Dimas
Mommsenstraße 57
10629 Berlin
Tel. +49 (0)30 31804889

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www.socialreturn.de

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