Diversity Management in der Personalentwicklung (DiP)

---ABGESCHLOSSENES PROJEKT---

Das von 2010 bis 2011 von der RKW Berlin GmbH durchgeführte Projekt  zielte auf die Sensibilisierung zum Thema Vielfalt und die Umsetzung des Unternehmensführungsinstruments Diversity Management in 20 Berliner KMU. Den teilnehmenden Unternehmen wurden Wachstums- und Innovationsmöglichkeiten im Rahmen von Diversity Management aufgezeigt, mit denen sie ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Von 2012 bis 2014 wird das Thema Diversity Management im Rahmen des Projekts „Vielfalt kommt an!“ der gsub-Projektgesellschaft mbH weitergeführt.

Projektzeitraum DiP: 2010 - 2011

---ABGESCHLOSSENES PROJEKT---

Das von 2010 bis 2011 von der RKW Berlin GmbH durchgeführte Projekt  zielte auf die Sensibilisierung zum Thema Vielfalt und die Umsetzung des Unternehmensführungsinstruments Diversity Management in 20 Berliner KMU. Den teilnehmenden Unternehmen wurden Wachstums- und Innovationsmöglichkeiten im Rahmen von Diversity Management aufgezeigt, mit denen sie ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Von 2012 bis 2014 wird das Thema Diversity Management im Rahmen des Projekts „Vielfalt kommt an!“ der gsub-Projektgesellschaft mbH weitergeführt.

Projektzeitraum DiP: 2010 - 2011

Ausgangslage

Flexibilität, Kreativität, Kundenorientierung, Generationenmanagement, Genderperspektive, Fachkräftemangel: Stichworte, die einige der aktuellen Herausforderungen an die Personalentwicklung in Unternehmen benennen, um auch in Zukunft erfolgreich handeln zu können. Unternehmer und Personalverantwortliche in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) benötigen bei der strategischen und praktischen Umsetzung dieser neuen Anforderungen besondere Unterstützung: In KMU müssen Veränderungen mit geringem Budget und einer kleinen Mitarbeiterzahl bewältigt werden. Hinzu kommen eine eher traditionelle Unternehmenskultur mit teilweise ausgeprägten hierarchischen Entscheidungsstrukturen und eher geringer Mitarbeiterbeteiligung bei Entscheidungsprozessen, die die Implementierung innerbetrieblicher Entwicklungsstrategien, insbesondere im Bereich des Personalwesens, erschweren.

Diversity Management ist ein Unternehmensführungskonzept, das bei betrieblichen Veränderungsprozessen den Blick auf vorhandene Ressourcen lenkt. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen die Kompetenzen einer vielfältigen Belegschaft: Im Unternehmen beschäftigte Frauen und Männer, Ältere und Jüngere, Deutsche und Migrant(inn)en verfügen über Potenziale, die als ungehobene Schätze erkannt und zur strategischen Weiterentwicklung auf Personen- und Unternehmensebene genutzt und gefördert werden können.

Berlin mit seiner klein- und mittelstandsgeprägten Wirtschaftsstruktur zielt bei seiner Arbeitsmarktpolitik u.a. darauf, vorhandene berufliche Qualifikationen und Kompetenzen auszuschöpfen und als Standortfaktor auszubauen. Mit dem Projekt „Unternehmerische Stärke durch personelle Vielfalt – Diversity Management in der Personalentwicklung (DiP)“ förderten die Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales mit ihrem Referat „Berufliche Bildung“ zusammen mit dem Europäischen Sozialfond daher die Verankerung von „Diversity Management“ in 20 Berliner KMU. Ziel war es, vorhandene Wachstumspotentiale sichtbar zu machen und die Innovationsfähigkeit und das Flexibilitätsvermögen von KMU zu stärken. Durchgeführt wurde das Modellvorhaben von der RKW Berlin GmbH.

Projektziele

Das Projekt „Unternehmerische Stärke durch personelle Vielfalt – Diversity Management in der Personalentwicklung (DiP)“ baute auf den Erfahrungen des RKW-Projektes „PEsystem“ auf. Schwerpunkt dieses Vorläuferprojekts war der Aufbau von strategischer Personalentwicklung in kleinen und mittel-ständischen Unternehmen.

Im Zentrum des Modellprojekts DiP, das von 2010 bis 2011 durchgeführt wurde, stand die Sensibilisierung zum Thema Vielfalt und die Umsetzung des Unternehmensführungsinstruments Diversity Management in 20 Berliner KMU.

Ziele waren:

die Sensibilisierung der Geschäftsführung zur Erschließung vorhandener Potenziale der Mitarbeiter/innen,
das Aufzeigen der Möglichkeiten zur Nutzung dieser Potenziale für das Wachstum, die Innovationsfähigkeit und das Flexibilitätsvermögen des Unternehmens
die Ausbildung von Know-how-Trägern („Diversity Bildungscoaches“) und
die Einführung von langfristigen Unternehmens- und Personalentwicklungskonzepten und -strategien.

Das Projekt verfolgte einen ganzheitlichen Lösungsansatz, der verschiedene Dimensionen berücksichtigte. Im Mittelpunkt standen dabei Lösungsansätze für:


die Realisierung der innerbetrieblichen Chancengleichheit,
den Einsatz und die Förderung der Mitarbeiter/innen mit Migrationshintergrund und
das Generationenmanagement.

Konkret zielt die Einführung von Diversity Management auf eine Unternehmensentwicklung in den folgenden Bereichen ab:

Bessere Innovationsfähigkeit durch höhere Kreativität in gemischten Teams in Bezug auf Alter, Geschlecht, nationale Herkunft, Wissens- und Erfahrungsgebiete etc.,
Erleichterte Kommunikation durch vorgelebte Offenheit und den Abbau von Vorurteilen,
Erschließung neuer Personal-Rekrutierungsquellen, da die Potenziale z.B. von Frauen, älteren Bewerber(inne)n oder Personen mit Migrationshintergrund als potentielle Arbeitnehmer(innen) erkannt werden,
Besseres Arbeitgeberimage, weil die veränderte Personalpolitik allen Mitarbeitergruppen gleichermaßen zugutekommt (Aufstiegsmöglichkeiten, Arbeitsplatzwechsel, Arbeitszeitmodel-le etc.),
Marktnahe Produktentwicklung durch die bewusste Einbeziehung der Mitarbeiter/innen, die der Käufergruppe entspricht und ihre Wünsche und Bedürfnisse daher zu beurteilen vermag,
Erfolgreiche Erschließung neuer Märkte durch gezielten Einsatz bzw. Einstellung von z.B. ausländischen Mitarbeitern/innen,
Verbesserte Kundenansprache durch Verkäufer/innen, deren Alter, Geschlecht oder Herkunft den Wünschen der Kunden optimal entsprechen.

Projektbausteine

Diversity Management verläuft nur dann erfolgreich, wenn es „von oben“ gewollt und „von unten“ angenommen und getragen wird. DiP unterstützte die am Projekt beteiligten KMU, mit dem Instrument „Diversity Management“ ihre strategieorientierte, kompetenzbasierte Personalentwicklung aufzubauen, auszubauen und anzuwenden.

Folgende Bausteine standen den Unternehmen im Rahmen des Projekts zur Verfügung

Erstcheck: Zur Analyse des Status quo der Personalpolitik des Unternehmens wurde der Ist-Zustand beim Start des Projekts ermittelt. Anhand eines Fragebogens wurden die Eckdaten und Einstellungen zu den drei Schwerpunkten Chancengleichheit im Unternehmen, Generationenmanagement und Einsatz und Förderung der Mitarbeiter/innen mit Migrationshintergrund ermit-telt. Der Erstcheck ist hier verfügbar.

Good-Practice-Studie: Diversity Management in kleinen und mittleren Unternehmen – erfolgreiche Umsetzungsbeispiele: Die Auswertung vorliegender beispielhafter KMU-Lösungen und Erfahrungswerte verdeutlichten, mit welchen Herausforderungen sich KMUs in der Personalentwicklung konfrontiert sahen und mit welchen Instrumenten sie im Alltag effektiv den Herausforderungen in den Bereichen Chancengleichheit, Generationenmanagement und Migrationshintergrund begegneten. Die Studie ist hier verfügbar.

Gestaltung und Durchführung der betriebsspezifischen Diversity-Projekte (innerbetriebliche Gestaltungsprojekte): Im Rahmen von 12 Tagewerken begleitete ein berufenes Beratungsteam die Unternehmen bei der Erarbeitung und Umsetzung von passgenauen Lösungen für das Diversity Management im Unternehmen.

Durchführung von fünf Netzwerk-Workshops: Themen, die im Rahmen von Diversity Management von den am Projekt beteiligten Unternehmen als Herausforderung empfunden wurden (z.B. Generationenmangement, Frauen in Führungspositionen etc.) wurden in jeweils einem Workshop bearbeitet. Die Workshops boten neben dem Wissenserwerb Gelegenheit zur Diskussion aktueller Fragen der Personalarbeit, zum Erfahrungsaustausch mit Teilnehmer(inne)n anderer Unternehmen und zur Bildung von nachhaltigen Unternehmenspartnerschaften über den Aufbau von Netzwerken. Weitere Informationen zur Netzwerktätigkeit der am Projekt beteiligten Unternehmen siehe S. 36 des Projektberichts (im Downloadbereich der Projektwebsite verfügbar).

Ausbildung eines unternehmensinternen Diversity-Bildungscoach: Bei Diversity-Bildungscoaching handelte es sich um einen ganzheitlichen und ressourcenorientierten Ansatz, bei dem gemeinsam unternehmensspezifische (Weiter-)Qualifizierungsmöglichkeiten gefunden und angeregt wurden. Der Bildungscoach wurde zum/zur unternehmensinternen Impulsgeber(in) für lebenslanges Lernen und Ansprechpartner/in und Begleiter/in bei Weiterbildungswünschen. Im Projekt wurden Mitarbeiter/innen in einer modularen, insgesamt 116 Stunden umfassenden Ausbildung zum Bildungscoach weitergebildet. Mehr zum Thema Bildungscoach siehe S. 31 des Projektberichts (im Downloadbereich der Projektwebsite verfügbar).

Entwicklung und Anwendung eines kompetenzbasierten Potenzialanalyse-Modells mit dem Schwerpunkt Diversity. Dabei geht es um die Erfassung und Bewertung des Potenzials des/der Mitarbeiters/in (Methoden-, Sozial und Individualkompetenz), um die Eignung für künftige Aufgaben beurteilen zu können.

Entwicklung und Anwendung eines Benchmarkmodells. Mit dem DiP-Benchmark wurde ein Tool entwickelt, das die Messung des Diversity-Reifegrades bei KMU ermöglicht. Mehr zum DiP-Benchmark siehe S. 38 des Projektberichts (im Downloadbereich der  Projektwebsite verfügbar).

Projektergebnisse

Hier gelangen Sie zum Ergebnisporträt des Projekts, in dem die nutzbaren Ergebnisse (Leitfäden, Handbücher, Online-Tools) sowie die Erkenntnisse und Empfehlungen der Projektträger aufgeführt werden.

Kontakt

RKW Berlin, Kronenstraße 18-19, 10117 Berlin / www.personal-entwickeln.de

Anja Rakowski
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!/ Telefon: +49 30 2062259-12 / Fax: +49 30 2062259-50

Mirko Otter
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