Wachstumsbremse Fachkräftemangel: 326.000 Stellen unbesetzt

Die Ergebnisse des aktuellen „Mittelstandsbarometers“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) zeigen: Der deutsche Mittelstand rechnet mit Wachstum. 55% der Unternehmen erwarten Umsatzsteigerungen, 28% von ihnen wollen neu einstellen. Allerdings könnte der derzeitige Fachkräftemangel zu Umsatzausfällen führen: 60% der Unternehmen geben an, nicht genug  geeignete Bewerber für ihre offenen Stellen zu finden.

Im halbjährlich erscheinenden „Mittelstandsbarometer“ von Ernst & Young werden jeweils etwa 3000 mittelständische Unternehmen befragt. Im Dezember 2013/Januar 2014 gaben 28% von ihnen an, neue Jobs schaffen zu wollen – im Vergleich zu nur 18% in der vorherigen Umfrage. Jedes sechste Unternehmen hat jedoch Schwierigkeiten, die vakanten Stellen zu füllen. 3% der befragen Unternehmen würden ihre Belegschaft auch um bis zu 5% aufstocken, wenn sie denn geeignetes Personal finden könnten. Hochgerechnet geht die Studie von 326.000 unbesetzte Stellen aus. In der Folge dieses Fachkräftemangels entstehen Umsatzeinbußen, von denen bereits 53 % der Unternehmen berichten.

Dennoch ist im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Abschwächung des Fachkräftemangels zu verzeichnen: Gaben im vergangenen Jahr noch 75% der befragten Unternehmen an, dass ihnen schwer falle, geeignete Mitarbeiter zu finden, beträgt diese Zahl im aktuellen Bericht nur noch 71%. Als Grund hierfür werden die konjunkturell bedingt leicht schwächere Nachfrage und die Zuwanderung unter anderem aus den europäischen Krisenregionen genannt.  

Für das Jahr 2014 wird jedoch aufgrund des erwarteten konjunkturellen Aufschwungs wieder mit höheren Umsatzeinbußen aufgrund fehlender Fachkräfte gerechnet. Mittelständische Unternehmen leiden in der Regel stärker unter dem Fachkräftemangel, da sie im Wettstreit mit den großen Unternehmen um geeignetes Personal häufig das Nachsehen haben.

Quelle: EY Mittelstandsbarometer 2014, Pressemitteilung vom 04. Februar 2014

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