„Digital Skills Map“ - Digitalisierung von Arbeit und Berufliche Bildung

Die Digital Skills Map: Drei Fragen an Franziska Grell (Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Abteilung Arbeit und Berufliche Bildung)

  •  Welche sind die zentralen Erkenntnisse aus dem Dialogprozess „Arbeit 4.0 – made in Berlin“, die in die Gestaltung der Plattform „Digital Skills Map“ einfließen?
    Mit der Initiative „Arbeit 4.0 – made in Berlin“ hat die SenIAS einen breitgefächerten Dialog darüber angestoßen, wie die digitale Transformation so gestaltet werden kann, dass gute Arbeitsbedingungen und soziale Innovation gewährleistet sind. Eine zentrale Erkenntnis aus diesem Prozess war, dass digitale Kompetenzen auch über Berlin hinaus die notwendige Voraussetzung sind, um Gute Arbeit 4.0 durchzusetzen. Vor diesem Hintergrund haben wir in Berlin in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern im Rahmen der Europäischen Städteagenda („Urban Agenda for the EU“) die Digital Skills Map entwickelt.
    Die Idee hinter der Digital Skills Map ist, für alle Interessierten die Rolle lokaler Akteure im europäischen Mehrebenensystem in Bezug auf digitale Kompetenzen sichtbarer zu machen und  zu zeigen, welche innovativen Ideen und Formen von Kooperationen es bereits gibt – aber auch herauszuarbeiten, wo noch Entwicklungs- und Unterstützungsbedarfe bestehen. So wird europäische Kooperation zum Thema Digitalisierung der Arbeit ganz konkret.

    • Welche Anforderungen müssen Projekte erfüllen, um auf der „Digital Skills Map“ zu erscheinen?
    Für die Digital Skills Map suchen wir nach Projekten, die digitale Kompetenzen definieren, entwickeln oder verbessern und im Rahmen der beruflichen Aus- oder Weiterbildung stattfinden. Die Maßnahmen sollten auf lokaler oder regionaler Ebene realisiert werden und können in den Bereichen Bildung, Wirtschaft oder Verwaltung verortet sein. Die Plattform wird laufend aktualisiert und erweitert, wir sind also immer auf der Suche nach innovativen Projekten. Nähere Informationen zu den Auswahlkriterien gibt es auch unter https://digiskillsmap.com/de/get-involved.

    • Die „Digital Skills Map“ soll Ergebnisse, Erkenntnisse und Wissen diverser Projekte und Modelle aus europäischen Regionen und Städten zum Nachahmen und Nachmachen bereitstellen. Wie könnte der Schritt von der Publikation von interessanten Projektprofilen zur aktiven Kooperation gelingen?
    Das Darstellen der Ansätze und Erfahrungen aus den Projekten hilft dabei, gemeinsam zu verstehen, welche Kompetenzen für eine digitale Arbeitswelt überhaupt wichtig sind, künftig benötigt werden und wie diese erlernt werden können. Grundsätzlich kann es bereits sehr wertvoll sein, zu sehen, dass auch in anderen europäischen Städten bereits Ansätze zur Vermittlung digitaler Kompetenzen in Aus- und Weiterbildung erprobt werden und von deren Erfahrungen – auch mit Blick auf das Zusammenspiel verschiedener Akteure auf lokaler, regionaler, nationaler und EU-Ebene –  zu lernen. Zudem ermutigen wir die Projekte, deren Profile wir auf der Digital Skills Map zeigen, miteinander in Kontakt zu treten. Eine Vernetzung soll auch im Zuge eines Events zum einjährigen Bestehen der Plattform im Juni 2020 erreicht werden, das derzeit konzipiert wird.

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