ARRIVO BERLIN SHK

ARRIVO BERLIN SHK unterstützt junge Geflüchtete bei der Ausbildungsplatzsuche im Bereich SHK (Sanitär, Heizung, Klima).

Phase I: Interessierte werden bis zu 10 Unterrichtseinheiten pro Woche in der Fachsprache und Fachtheorie gefördert, es wird ein Betrieb akquiriert, der einen Praktikumsplatz mit anschließender Ausbildungsmöglichkeit bietet. Ziel ist ein Ausbildungsverhältnis.

Phase II: Teilnehmende (TN) sind Auszubildende mit Fluchthintergrund, die weiterer Förderung und Coaching bedürfen, z.B. ehemalige BOF (Berufsorientierung für Zugewanderte)-TN, TN aus Phase I und Auszubildende, deren Betriebe eine Förderung wünschen. Es werden bis zu 10 Unterrichtseinheiten Förderunterricht pro Woche angeboten, außerdem Coaching und Beratung für die TN, aber auch für ihre Ausbildungsbetriebe. Regelmäßige Teilnahme an den Förderangeboten und dem Erfahrungsaustausch soll zu einer Minderung von Hürden und daraus resultierenden Abbrüchen führen. Die maximale Teilnahmedauer beträgt 22 Monate.

ARRIVO BERLIN SHK unterstützt junge Geflüchtete bei der Ausbildungsplatzsuche im Bereich SHK (Sanitär, Heizung, Klima).

Phase I: Interessierte werden bis zu 10 Unterrichtseinheiten pro Woche in der Fachsprache und Fachtheorie gefördert, es wird ein Betrieb akquiriert, der einen Praktikumsplatz mit anschließender Ausbildungsmöglichkeit bietet. Ziel ist ein Ausbildungsverhältnis.

Phase II: Teilnehmende (TN) sind Auszubildende mit Fluchthintergrund, die weiterer Förderung und Coaching bedürfen, z.B. ehemalige BOF (Berufsorientierung für Zugewanderte)-TN, TN aus Phase I und Auszubildende, deren Betriebe eine Förderung wünschen. Es werden bis zu 10 Unterrichtseinheiten Förderunterricht pro Woche angeboten, außerdem Coaching und Beratung für die TN, aber auch für ihre Ausbildungsbetriebe. Regelmäßige Teilnahme an den Förderangeboten und dem Erfahrungsaustausch soll zu einer Minderung von Hürden und daraus resultierenden Abbrüchen führen. Die maximale Teilnahmedauer beträgt 22 Monate.

Projektlaufzeit

01.01.2019 bis 30.06.2022

Förderlinie

ARRIVO BERLIN SHK ist ein Projekt der Berliner Innung SHK (Sanitär, Heizung, Klima)

Projekt-/Netzwerkziele

  • Schließen der Organisationslücke zwischen Teilnahme an BOF und Beginn der Ausbildung
  • Gezielter Förderunterricht bereits vor Beginn der Ausbildung und während der ersten Ausbildungsmonate, da die Anforderungen in der Berufsschule für Fremdsprachler eine große Hürde darstellen
  • Durch Coaching und Beratung der Auszubildenden wie auch der Firmen weitere Hürden frühzeitig erkennen und Ausbildungsabbrüche vermeiden
  • Aufbau eines tragfähigen Netzwerks, um Zugewanderte in Berlin effektiv in den ersten Arbeitsmarkt, insbesondere in den Beruf des Anlagenmechanikers SHK zu integrieren
  • Erstellen eines Curriculums für einen effektiven Förderunterricht
  • Sensibilisierung der SHK Ausbildungsbetriebe für Diversity und die Chancen, die die Ausbildung eines/r Zugewanderten mit sich bringt
  • Ermittlung von Best-Practice-Bausteinen in der Integration von Zugewanderten und ihre erfolgreiche Ausbildung

Projektbausteine

  • Akquise von Ausbildungsbetrieben, Beratung hinsichtlich Arbeitsmarktzugang von Zugewanderten und der besonderen Bedarfe der Zielgruppe.
  • Erstellen einer Kompetenzeinschätzung
  • Akquise von ausbildungsreifen Interessierten
  • Erstellung eines Curriculums für den Fachdeutschunterricht und die Fachtheorie mit Blick auf die sprachsensiblen Erfordernisse in der Ausbildung
  • Erstellen und Pflegen der Moodle Plattform
  • Angebot von wöchentlich 5 Unterrichtseinheiten Fachdeutschunterricht und 5 UE Fachtheorie, kann ggf. an den Bedarf angepasst werden
  • Angebot von Sprechstunden für Betriebe und Auszubildende, regelmäßige Betriebsbesuche
  • Organisation von Erfahrungsaustausch und einer Abschlusstagung für alle, an der Ausbildung Beteiligten: Vertreter der Berufsschule, Ausbildungsbetriebe, Auszubildende, Lehrkräfte des Förderangebotes und die beteiligten ARRIVO Mitarbeiter
  • Angebot eines individuellen sozialpädagogischen Coachings mit Beratung und Einzelfallhilfe, Begleitung zu Ämtern. Für jeden TN Erstellung eines Handlungs- und Förderplans, der regelmäßig angepasst wird
  • Bekanntmachen des Projektes durch Flyer und entsprechende Netzwerkarbeit, Besuch von Ausbildungsmessen und Organisation von berufskundlichen Veranstaltungen für Mitarbeiter der Arbeitsagentur und Jobcenter zum Berufsbild Anlagenmechaniker_innen SHK und engerer Zusammenschluss mit den anderen ARRIVO Teilprojekten

Kooperationen und Netzwerke

Enge Anknüpfung an Willkommenslotsen bei der HWK und Trägern, die mit Zugewanderten bezüglich Berufswegeplanung arbeiten.
Kooperation mit den Sozialpädagogen den Oberstufenzentren mit Willkommensklassen und Angeboten für Zugewanderte, enge Zusammenarbeit mit allen ARRIVO BERLIN Teilprojekten mit regelmäßigen Treffen. Gegenseitige Verpflichtung zur Weitervermittlung von Teilnehmenden, die in einem anderen Teilprojekt ihr Berufsziel besser erreichen können.
Das SHK-Kompetenzzentrum Berlin kooperiert mit den unterschiedlichsten Partnern wie z.B. dem regionalen Quartiersmanagement, dem regionalen Übergangsmanagement (RÜM), dem Netzwerk Regionale Ausbildungsverbünde Berlin (NRAV), der Stiftung HandWerk stiftet Zukunft, der Landesagentur Partner Schule Wirtschaft (PSW) der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UVB) und der Handwerkskammer Berlin.
Im Rahmen der übergreifenden Netzwerkarbeit ist das SHK-Kompetenzzentrum Berlin u.a. im Berufsbildungsausschuss der HWK, im Bildungspolitischen Ausschuss der UVB sowie im Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit Nord vertreten.
Das SHK-Kompetenzzentrum engagiert sich darüber hinaus in der Öffentlichkeitsarbeit für die Ausbildung in Handwerksberufen (KarriereCenter Bau auf der bautec-Messe) und beteiligt sich an diversen regionalen Berufsbildungsmessen, Berufeparcours und Ausbildungstagen an Berliner Schulen. Es beteiligt sich insbesondere auch an den großen Jobbörsen für Zugewanderte der Bundesagentur für Arbeit und der UVB.
Das SHK-Kompetenzzentrum ist Träger des Ausbildungsmanagements im SHK-Bereich und übernimmt die Ausbildungsplatzvermittlung im Handwerk für interessierte Schüler_innen zahlreicher Berliner Schulen.
Zusammenarbeit mit anderen Akteuren der Berliner Bildungslandschaft, besonders in Verbindung mit Zugewanderten und Sprachförderbedarf.

Entwicklung während der Lockdown-Einschränkungen

  • Vertiefter Einsatz der Moodle-Lernplattform
  • Schulung der Teilnehmenden im mit digitalen Medien und Endgeräten teilzunehmen
  • Schulung der Ausbilder und Dozenten im Umgang mit den neuen Medien
  • Aufbereiten der Unterrichtsmaterialien für den digitalen Einsatz
  • Schaffung digitaler Klassenräume

Ergebnisse - Produkte und Angebote

 1. Steigerung der Vermittlungszahlen:

Das ARRIVO BERLIN SHK-Projekt hat signifikant dazu beitragen können, dass die Zahl der Zugewanderten im SHK-Bereich angestiegen ist. Es hat maßgeblichen Anteil daran, dass die Option, vakante Ausbildungsplätze mit Zugewanderten zu besetzen, für die Unternehmen wesentlich attraktiver geworden ist. Nach eigenem Bekunden ist das ARRIVO-Angebot für einige Betriebe geradezu Voraussetzung gewesen, sich mit dieser Möglichkeit der Fachkräftegewinnung/-sicherung zu beschäftigen.

Inzwischen finden sich immer mehr Unternehmen, die von positiven Erfahrungen und einem vorbildlichen Unterstützungsmanagement zu berichten wissen. Auf der anderen Seite ist das ARRIVO-Angebot auch unter den Zugewanderten zusehends attraktiver geworden. Der Anteil an Zugewanderten in der Ausbildung im SHK-Bereich ist vergleichsweise deutlich höher als im Durchschnitt des Berliner Handwerks.

2. Minimierung der Vertragsauflösungen:

Verglichen mit den Vertragslösungsquoten allgemein in den ersten 12 Monaten der Ausbildung liegen die Zahlen im ARRIVO BERLIN SHK-Projekt ca. 25 Prozent niedriger als in den drei letzten Ausbildungsjahrgängen im SHK-Handwerk.

3. Erstellen und Aktivieren von Netzwerken, innerhalb der ARRIVO BERLIN Akteure und mit anderen Institutionen:

Das ARRIVO-Projektteam hat zwischenzeitlich untereinander intensive Kommunikationsformen und -wege, auch digital gefunden. Der Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Vernetzung werden zusehends als hilfreich wahrgenommen. Dazu haben nicht zuletzt die Teilnahme an diversen Veranstaltungen sowie insbesondere die Abschlusstagungen beigetragen.

4. Professionalisierung der Teilnehmerakquise und damit auch des Matchings von Zugewanderten und Betrieben:

Im bisherigen Projektzeitraum konnte die Innung durch ihre Projektarbeit eine große Außenwirkung erzielen, es kamen regelmäßig Anfragen von Tageszeitungen und anderen Medien, die das ARRIVO-Projekt und die vorgeschaltete Berufsorientierung als Best-Practice Beispiel aufnehmen wollten.

Verstetigung und Transfer

Das ARRIVO BERLIN SHK-Projekt wird weiter geführt. Die Erfahrungen dieses Projektes haben zu einer Überarbeitung des Angebotes geführt, es wird nun auch eine regelmäßige Sprechstunde vor Ort in der zuständigen Berufsschule angeboten, der Förderunterricht wird unterteilt, je nach Ausbildungsjahrgang werden die Unterrichtsinhalte auf das inzwischen erreichte Deutschniveau angepasst.

Andere Innungen zeigen sich interessiert, ARRIVO SHK zeigt, dass individuell ausgerichtete Förderangebote signifikant zu einer Steigerung der Ausbildungszahlen und einer geringeren Abbruchsquote beitragen.

Kontakt

SHK - Ausbildungszentrum Berlin
Grüntaler Str. 62
13359 Berlin
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: 030 / 493 003 21

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