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Die Anwendung heuristischer Prinzipien im Planungsprozeß Drucken E-Mail
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Innovationen benötigen die Konzentration und systematisierte Ausbeutung erfolgversprechender Themen. Die Suche nach neuen bzw. verbesserten Produkten ist ein definierter, nachvollziehbarer, strategiegeleiteter Prozeß.

Mehrheitlich besteht diese Planung aus einer für die spezifische Problemstellung sinnvollen Kombination der methodischen Vorgehensweisen - und das ist genau die Kunst, herauszufinden, was im konkreten Fall die „richtigen“' Methoden sind.


Für die strategiegeleitete Planung ist dabei es hilfreich, sich an einige Kriterien der Zielbildung zu erinnern:

  1. Ausrichtung auf eine maximale Effizienz-Divergenz - das bedeutet, eine Vielzahl verschiedener Handlungsoptionen (=Divergenz) bei gleichzeitig hoher Erfolgswahrscheinlichkeit (=Effizienz) zu haben
  1. Dekomposition von komplexen Zielsetzungen - die Aufgabe in spezifische Teilaspekte zerlegen
  1. Hierarchiebildung und Vernetzung - generalisierende Oberziele und spezifische Teilziele sind in Beziehung zu setzen; Ziele sind analog ihrer Bedeutung und Dringlichkeit in zentrale bis periphere Probleme zu ordnen

Für den Planungsprozeß ist zudem eine Orientierung an heuristischen Prinzipien sinnvoll. Man folgt also entweder der Methode der
  1. Reduktion komplexer Sachverhalte (der Suchraumeinengung)
oder dem genauen Gegenteil, der
  1. Suchraumerweiterung
Im ersten Fall sind etwa folgende Vorgehensweisen denkbar:
  1. Vorwärts- und Rückwärtsplanung (analytisch vs. synthetisch) - Rückwärtsplanen schafft Zwischenziele für das Vorwärtsplanen und umgekehrt, auf diese Weise wird der Planungs- und Problemlösungsvorgang reduziert und strukturiert
  1. Hill-climbing - nur diejenigen Alternativen werden ausgewählt, die eine Annäherung an das Oberziel versprechen (ein „Aufwärtssteigen“ in Richtung „Gipfel“ sozusagen)
  1. Orientierung an Zwischenzielen und Teilerfolgen - Alternativen werden nach Maßgabe vergangener Erfolge ausgewählt oder aber wir orientieren uns an Zwischenzielen bzw. streben Situationen an, die eine gute Position für das weitere Handeln bieten ohne unmittelbar den Weg zum Ziel vorzugeben (Situationen mit hohem Effizienz-Divergenz-Potential)

In der Suchraumerweiterung könnten zum Beispiel folgende Methoden Anwendung finden:

  1. Freies Probieren bzw. Versuch und Irrtum - man beschränkt sich nicht auf zielführende (hill-climbing) Methoden, sondern probiert einfach alles, was in der Situation möglich ist
  1. Ausfällen des Gemeinsamen - hier sucht man nach den Gemeinsamkeiten der früheren erfolglosen Lösungsansätze und konstruiert später Alternativen, die diese Merkmale nicht aufweisen
  1. Analogieschlüsse - Schlussfolgerungen nach dem Muster: A hat Ähnlichkeit mit B. B hat die Eigenschaft b. Also hat auch A die Eigenschaft b

Zum Weiterlesen sei empfohlen:

Dörner, D.: Die Logik des Misslingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen, Reinbek bei Hamburg 2003.


 
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