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Januar 2008 - Bericht des Bundeswirtschaftministeriums zum Thema Demografie erschienen
Demografischer Wandel
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat in seinem Monatsbericht vom Januar 2008 einen Schwerpunkt ihrer Wirtschaftspolitik auf die Schaffung „demografiefreundlicher“ sozioökonomischer Rahmenbedingungen und die Förderung einer nachhaltigen (weil die Herausforderungen des demografischen Wandels als Innovationschance begreifenden) Wachstumsstrategie gelegt. In dem Bericht sind als unmittelbare Maßnahmen und zukunftsweisende Konzepte hervorgehoben:
 
  • die Sicherung der Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen und damit zusammenhängend Maßnahmen zur Verbesserung der Zukunftstauglichkeit der sozialen Sicherungssysteme (v.a. des Gesundheitswesens) und zur Verbesserung der privaten Vorsorge
  • Maßnahmen zur Förderung der Erwerbsbeteiligung Älterer
  • Mehr Bildungsinvestitionen (differenzierte Erhöhung der Bildungsausgaben), zugeschnitten auf die sich ändernden Bevölkerungs- und Sozialstrukturen und ausgerichtet am Ideal des lebenslangen Lernens
  • Förderung spezifischer Konzepte der Raumentwicklungspolitik (u.a. die Anpassung von Infrastruktur und Verwaltungsstrukturen in den Bereichen Stadtentwicklung und ländliche Räume), Stärkung der Regionen, die vom demografischen Wandel besonders betroffen sind
  • Maßnahmen zur Stärkung der Familien, zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie zur Vertiefung des Zusammenhalts zwischen den Generationen
  • Erleichterung der Erwerbsbeteiligung für Frauen und die praktische Durchsetzung der Gleichstellung von Männern und Frauen
  • Legale und geregelte Einwanderung, flankiert von einem effizienten Integrationsprozess, Erleichterung der Einstellung von ausländischen Fachkräften aus den neuen Mitgliedsstaaten der EU (insbesondere von Ingenieurinnen und Ingenieuren)

In einem Fazit sind zusammenfassend drei zentrale Ausgabenfelder von Politik und Gesellschaft beschrieben:
  • Erstens: Die Optimierung der Prozesse zur Bewältigung des - in hohem Maß vorprogrammierten und insofern kurz- und mittelfristig nicht mehr umkehrbaren - demografischen Wandels auf einzel- und gesamtwirtschaftlicher Ebene.
  • Zweitens: Die optimale Ausgestaltung der Migrationspolitik einschließlich der Integration von Personen mit Migrationshintergrund zur kurz- und mittelfristigen Abmilderung der Auswirkungen der bisherigen demografischen Entwicklung.
  • Drittens: die trendmäßige Korrektur der demografischen Entwicklung selbst im Wege der Verbesserung der sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen, die die demografische Entwicklung in Deutschland ganz wesentlich bestimmen.
Wer den gesamten Bericht nachlesen möchte – hier der entsprechende link: