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Innovations-Transfer-Projekt "SOLID“ |
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Europäisierung der beruflichen Bildung
Mit dem Pilotprojekt "Solid – solid phase chemistry / Chemie an festen Phasen" entsteht ein Weiterbildungsmodul für Lehrer/Ausbilder im Bereich der Chemie, das innovative Inhalte unter Nutzung der bereits erprobten Methoden des selbstorganisierten Lernens (SOL) und des e-learnings vermittelt.
Auf der existierenden Lernplattform Chemgaroo wird bereits Expertise und Erfahrung von über 160 Professoren, Tutoren, Multimedia-Entwicklern und wissenschaftlichen Mitarbeitern von 16 Universitäten in Deutschland, Großbritannien und der Schweiz für die Aus- und Weiterbildung zur Verfügung gestellt. Sie soll mit neuen Inhalten versehen werden, welche unter Verwendung des Konzepts SOL zielgerichtet für die Lehrer-/Ausbilderfortbildung zugeschnitten und an die jeweiligen Bedürfnisse der beruflichen Weiterbildung angepasst werden.
Die Umstrukturierung der forschenden deutschen und europäischen chemischen Industrie u.a. in Richtung Pharmaindustrie bedingt neue Arbeitsmethoden. Bei der Entwicklung neuer Arzneistoffe gehen Institute und die forschende Pharmaindustrie andere Wege als früher. Die Ausbeute bei vielstufigen Synthesen ist in der Regel gering, andererseits werden dank verfeinerter instrumenteller Analysemethoden nur noch winzige Mengen einer Substanz benötigt. Die klassische organische Synthesechemie im Glaskolben führt dann nicht weiter und ist wenig praktikabel. In der Wirkstoffsynthese geht es häufig um die Optimierung der Wirksamkeit, um minimale Strukturveränderungen eines einzelnen Moleküls. Dutzende, manchmal hunderte Varianten oder Abkömmlinge eines Moleküls müssen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit als Wirkstoff synthetisiert und getestet werden. Das „Mixen und Kochen“ in Glaskolben, wie heute noch in jedem Chemiestudium und in der Ausbildung zum Chemielaboranten bzw. Chemisch-technischen Assistenten durchgeführt, ist bei kleinen Substanzmengen nicht praktikabel. Weiterhin ist bei klassischen chemischen Synthesen in vielen Fällen in der letzten Synthesestufe die Ausbeute so gering, dass eine weitere Synthese aufgrund der geringen Substanzmengen unmöglich ist. Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von ein bis zwei Jahren und die damit verbundenen Kosten wären u.U. ohne die (nachfolgende) Kombinatorik hinfällig.
Die Chemie an festen Phasen ist eine hilfreiche Methode, die inzwischen von Instituten und großen Pharmaunternehmen aber auch in kleineren Firmen (in der Regel Ausgründungen von Universitäten und Instituten) genutzt wird. Die automatisierte medizinische Chemie ist in der Regel vielen Ausbildern/Lehrern unbekannt. Entsprechend fehlen Laboranten mit Kenntnissen der Festphasenchemie.
Das Projekt wird gefördert von der EU- Kommission Generaldirektion Bildung und Kultur:
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